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INTERVIEW (Originalinterview auf Deutsch): Oliver Pötzsch

  • Metal'Art Culture
  • 27 oct. 2025
  • 3 min de lecture

Oliver Pötzsch ist ein deutscher Schriftsteller, geboren 1970 in München, der für seine historischen Romane bekannt ist, die Fiktion mit sorgfältiger Recherche verbinden. Bevor er Autor wurde, arbeitete er als Journalist und Drehbuchautor beim Bayerischen Rundfunk. Berühmt wurde er mit der erfolgreichen Reihe Die Henkerstochter, die auf seinen eigenen Vorfahren basiert – einer bekannten Henkerdynastie in Bayern. Seine Leidenschaft für Geschichte und Genealogie prägt seine Werke stark. Seine Bücher wurden in über 20 Sprachen übersetzt und millionenfach verkauft. Mit seinem lebendigen und detailreichen Stil begeistert er sowohl Thriller- als auch Geschichtsfans. Neben historischen Romanen schreibt er auch Krimis, wie die Reihe um Leopold von Herzfeldt. Oliver Pötzsch lebt mit seiner Familie in München.


Interview geführt von: Marvin


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  • Was war Ihr Beruf, bevor Sie Schriftsteller wurden?

    Ich habe Journalistik studiert und dann als Journalist gearbeitet, zuerst fürs Radio, dann fürs Fernsehen.

  • Wie hat Ihre Erfahrung im Journalismus Ihr Schreiben beeinflusst?

    Ich denke, ich habe gelernt, gut zu recherchieren. Und ich hoffe, das merkt man meinen Romanen auch an. Außerdem lernt man im Journalismus zu filtern und das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden.

  • Woher stammt Ihr Interesse an Geschichte und historischen Erzählungen?

    Dieses Interesse hatte ich schon als Kind, und es ist nachwievor ein Hobby von mir. Ich bin eben der Meinung, dass Geschichte die besten Geschichten schreibt. Das muss man gar nicht erfinden, was es alles schon gegeben hat!

  • Was ist die Haupthandlung von Die Henkerstochter?

    Ein Henker im 17. Jahrhundert soll eine Frau als Kindsmörderin foltern und hinrichten, von deren Unschuld er überzeugt ist. Er macht sich deshalb auf die Suche nach dem wahren Täter …

  • Welche wiederkehrenden Themen finden sich in Ihren Romanen?

    Natürlich geht es in der Henkerstochter-Serie viel um die Gerichtsbarkeit in der damaligen Zeit, um Hinrichtung und Folter. Aber darüber hinaus geht es in all meinen Romanen um die frühere Medizin, ich komme aus einer Arztfamilie, das merkt man, glaube ich. Seltsamerweise tauchen bei mir auch immer wieder Bibliotheken und unterirdische Gänge auf. Das hat mir mal ein Leser geschrieben. Und, nun ja, der Tod ist sicher ein wiederkehrendes Thema …

  • Hat sich Ihr Schreibstil im Laufe Ihrer Veröffentlichungen verändert?

    Die ersten Bücher waren regionaler, es wurde mehr Dialekt gesprochen. Nachdem die Romane international erfolgreich wurden, habe ich das ein bisschen zurückgenommen.

  • Wie gelingt es Ihnen, historische Realität und Fiktion in Ihren Geschichten zu verbinden?

    Ich habe immer ein langes Nachwort, in dem ich erkläre, was Realität und was Fiktion ist. Und glauben Sie mir, es stimmt immer mehr, als die Leute anfangs vermuten!

  • Welche Herausforderungen begegnen Ihnen beim Schreiben historischer Romane?

    Bei der Recherche dürfen Sie sich nicht verzetteln. Es gibt allein über die Bauernkriege im 16. Jahrhundert tausende Sachbücher. Da den Überblick zu behalten und die wichtigen und richtigen Quellen zu finden, ist schon eine Herausforderung.

  • Was waren Ihre wichtigsten Inspirationsquellen für Das Buch des Totengräbers?

    Natürlich der großartige Wiener Zentralfriedhof! Und das ebenso großartige Bestattungsmuseum dort, das ich jedem empfehle. Der Tod muss ein Wiener sein!

  • Sind Sie für dieses Buch gereist oder haben spezielle Recherchen durchgeführt?

    Für jedes meiner Bücher unternehme ich längere Recherchereisen. Die sind immer genau durchgeplant, mit Terminen, Gesprächspartnern … Diese Reisen sind meine wichtigste Inspirationsquelle!

  • Wie entwickeln Sie Ihre Figuren und deren Psychologie – insbesondere die Mitglieder der Familie Strauss?

    Nun, ich lese zunächst viel über meine historischen Figuren. Dann schreibe ich meist ein paar Seiten über deren Biographie, wie sie denken, fühlen, wie sie aussehen … Das dient mir dann beim
    Schreiben als Hintergrund.

  • Welche Botschaft oder Gedanken möchten Sie mit diesem Roman vermitteln?

    Ich wollte mal Geschichtslehrer werden. Wenn ich also Geschichte unterhaltsam vermitteln kann, bin ich schon glücklich.

  • Arbeiten Sie derzeit an weiteren literarischen Projekten oder planen Sie neue Veröffentlichungen?

    Naja, das ist ja mein Beruf. Ich arbeite immer an einem neuen Projekt. Derzeit schreibe ich am fünften Teil der Totengräber-Serie.

  • Vielen Dank für Ihre Teilnahme an diesem Interview. Möchten Sie zum Abschluss ein paar Worte an Ihre Leser richten?

    Ich höre oft, die Leute hätten keine Zeit zum Lesen. Aber es gibt immer Zeit zum Lesen! In der U-Bahn, im Wartezimmer beim Arzt, zuhause auf dem Sofa, abends im Bett … Also, Leute, legt euer Handy weg – und lest!


René Manzor "L'ombre des innocents"s



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